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Bilder machen Webseiten lebendiger und anschaulicher. Für viele Besucher. Aber eben nicht für alle.
Ohne passende Bildbeschreibung (Alttext) bleiben Menschen mit Einschränkungen außen vor, z. B. Menschen mit einer Sehbehinderung, die auf einen Screenreader angewiesen sind.
Alttexte sind ein wichtiger Beitrag zur digitalen Barrierefreiheit und ein verpflichtender Bestandteil der WCAG-Richtlinien.

Aber auch bei Suchmaschinen kann man punkten. Denn sie "sehen" Bilder nur oberflächlich und ohne Kontext.
Mit einem Alttext bestimmt man selbst die Bedeutung – und stärkt gleichzeitig die Reichweite in der Bildersuche.

In diesem Beitrag erfahren Sie, alles, was Sie über Alttexte wissen sollten, wie Sie gute Alttexte schreiben (anhand von konkreten Beispielen) und nebenbei die Nutzerfreundlichkeit und Sichtbarkeit Ihrer Webseite verbessern. Für den schnellen Überblick stehen außerdem Checklisten bereit. Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet hier nützliche Zusatzinformationen.

Das erfahre ich in diesem Beitrag:

Nützliches Zusatz-Wissen:


Was ist ein Alttext?

Ein Alttext (kurz für „alternativer Text" oder "Alternativtext") ist eine kurze Textbeschreibung eines Bildes im HTML-Code einer Website. Screenreader lesen den Alttext vor oder geben ihn als Brailleschrift aus. Er hilft Menschen, die Bilder nicht oder nur eingeschränkt sehen können.
Er erscheint außerdem im Browser, wenn ein Bild nicht geladen werden kann – etwa bei langsamer Verbindung oder defektem Bildpfad.

Alttext in Webseite einbauen

Der Alttext wird im sogenannten Alt-Attribut im HTML-Code des Bildes hinterlegt – oft auch als ‚Alt-Tag‘ bezeichnet.

Alttext im HTML-Code

<img src="/bild.jpg" alt="Person tippt auf einem Laptop, daneben steht eine Kaffeetasse">

Der Zusatz alt="" ist der Platzhalter für die Bildbeschreibung.

Man muss den Alttext aber meist nicht direkt im HTML-Code einfügen. Viele CMS-Systeme, wie Joomla, Wordpress oder Typo3 haben beim Bildupload ein eigenes Eingabefeld für den Alttext, in das man die Beschreibung einfach eintragen kann.

Beispiel aus dem CMS Joomla:

 

Alttexte gehören zur rechtlichen Verpflichtung

Spätestens seit dem 28. Juni 2025 verpflichtet das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) viele Unternehmen, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten.
Trotz seiner Bedeutung für Barrierefreiheit und Auffindbarkeit haben bislang verhältnismäßig wenige Bilder im Netz einen Alttext – obwohl die Anforderung, Nicht-Text-Inhalte durch Textalternativen zugänglich zu machen, in nationalen und internationalen Richtlinien verankert ist, darunter die deutsche BITV 2.0 und die WCAG-Richtlinien.

 

Alttext richtig formulieren

Bevor wir uns im Detail mit den einzelnen Funktionen und Bildarten beschäftigen, kommt zunächst ein Überblick zur besseren Orientierung.

Die 5-K-Regel

5 Ks - Kerninformation im Kontext kurz, klar & konkret

  • Kerninformation klar & konkret formulieren:
    Nicht alles beschreiben, sondern was für das Verständnis oder den Zweck des Bildes wichtig ist und nur die Details erwähnen, die relevant sind.
    Wenn das Bild gelöscht würde – was müsste stehen, damit der Inhalt trotzdem Sinn ergibt?
    Warum habe ich dieses Bild gewählt?

    Was ist relevant?
    Was oder wen sieht man?
    Was passiert?


    Beispiel:

    alt=„Ärztin misst Blutdruck beim Patienten“
    versus unnötige Details:
    alt=„das rote Stethoskop glänzt“
    (außer wenn „rot“ oder „Stethoskop“ relevant im Kontext sind)

  • Kontextbezogen 
    Ein Bild steht in der Regel nicht für sich allein – es ist Teil eines Textes. Der Alttext sollte den Text ergänzen. Und dabei nicht wiederholen, was schon daneben steht.

    Beispiel:
    Wenn im umgebenden Fließtext direkt neben dem Bild steht „Unsere Teamleiterin Frau Meyer im Gespräch mit Kunden“, muss der Alttext das nicht nochmal im Detail aufgreifen.

  • Kurz halten, wenn möglich
    Empfohlene Länge: maximal 125 Zeichen
    Das ist kein Gesetz, aber eine gängige Empfehlung. Längere Texte werden von manchen Screenreadern abgeschnitten bzw. abgebrochen. Außerdem können unnötig lange Beschreibungen den User überfordern. Wenn mehr als eine Kurzbeschreibung nötig ist (z. B. bei Infografiken oder Diagrammen), nutzen Sie ergänzende Beschreibungen außerhalb des Alt-Attributs – etwa im Fließtext.

Alttexte: Tipps & Tricks

  • Text im Bild in den Alttext aufnehmen, wenn er relevant ist, etwa bei Infografiken.
  • Wenn ein Bild dekorativ, also rein visuell ist und nur zur Auflockerung, aber nicht zum Verständnis dient, sollte man den Alttext leer lassen (alt="").
    Wenn ein Alt-Attribut leer sein soll (alt="") – kein Leerzeichen zwischen den Anführungszeichen setzen, sonst könnte es vorgelesen werden.
  • Bei Icons bzw. Schaltflächen/Links nicht das Aussehen, sondern die Funktion, Aktion oder Navigation beschreiben.
  • Priorität beachten: Wichtiges zuerst. 
    Beginnen Sie den Alttext mit dem, was am relevantesten für das Verständnis ist.
  • Bewertungen vermeiden, wie „schön“, „inspirierend“.
  • Keine Einleitungen wie "Bild von …", "Foto von ..." oder „Bild zeigt …“ in den Alttext aufnehmen.
    Screenreader und Suchmaschinen erkennen auch so, dass es sich um ein Bild handelt. Formulierungen wie „Foto von einem Mann im Park“ sind überflüssig.
  • Bildtyp nur dann nennen, wenn er Teil der Information ist.


    Beispiel:
    „Diagramm zur Entwicklung der Besucherzahlen seit 2020“
    → Relevant, weil es kein Foto ist, sondern eine Datenvisualisierung.

    „Gemälde einer historischen Marktszene aus dem 18. Jahrhundert“
    → Relevant, weil der Kunstcharakter Teil der Information ist.

  • Mit Punkt enden: Das hilft Screenreadern beim Vorlesen und setzt ein klares Ende.

Alttext schreiben: Dos & Don'ts

Hier nochmal im Überblick:

 ✔ Do X Don't
Kernaussage zuerst Mit „Foto von…" oder „Bild zeigt…" beginnen
Konkret und objektiv beschreiben Subjektiv bewerten („schön", „inspirierend")
Handlung, Person, Ort nennen – wenn relevant Irrelevante Details aufzählen
Relevanten Text im Bild in den Alttext übernehmen Denselben Text wiederholen, der schon im Fließtext steht
Bei dekorativen Bildern alt="" setzen Alttext weglassen ohne bewusste Entscheidung
Keywords natürlich einbauen, wenn sie passen Keyword-Stuffing betreiben
Mit Punkt enden Alttext länger als 125 Zeichen machen (wenn vermeidbar)
Funktion beschreiben bei Icons/Buttons Aussehen beschreiben statt Funktion

Was haben Alttexte mit SEO zu tun?

Das oberste Ziel von Suchmaschinen ist es, den passenden Inhalt zu einer Suchanfrage zu liefern.
Google indexiert und analysiert dabei auch Alttexte. Fehlt der Alttext, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, in der Bildesuche zu erscheinen. 

Rund 22,6 % (Stand 2024) aller Suchanfragen werden über die Google-Bildersuche gemacht – bei der allgemeinen Google-Suche sind es sogar über 60 % - Tendenz steigend. 
Gute Alttexte fließen automatisch in die Bewertung Ihrer Webseite mit ein.
Das bedeutet: Wer seine Bilder beschreibt, wird "belohnt" und hat bessere Chancen auf zusätzlichen Traffic.

Weiß die KI, was auf meinen Bildern zu sehen ist?

Ja, im Zeitalter von KI können Suchmaschinen wie Google, Bilder (auch ohne Beschreibung) recht treffsicher analysieren. Sie erkennen die Inhalte und können Bilder sogar mit bekannten Quellen (die bereits an anderer Stelle im Netz auftauchen) abgleichen. Was Suchmaschinen dabei fehlt, ist der Kontext, in dem das Bild verwendet wird.
Alttexte füllen die Lücke zwischen „sehen“ und „verstehen“. Mit einem Alttext kann man aktiv steuern, wie das Bild interpretiert werden soll und wo der Fokus liegt. 
Und das hilft auch Google zu verstehen, worum es IHNEN geht.

Aber: Alttexte sind keine Werbetexte.

Zusätzlich punkten kann man, indem man relevante Keywords in den Alttext einbaut. Aber bitte mit Sinn und Verstand und nur, wenn es auch zur Beschreibung des Bildes beiträgt.

Daher sollte man kein "Keyword-Stuffing" betreiben, also möglichst oft und im Übermaß Keywords verwenden, über die man gefunden werden möchte, ohne auf den eigentlichen Inhalt des Bildes zu achten. Wenn Ihr Bild relevante SEO-Keywords enthält, ist das ideal. Wenn nicht, ist das auch okay.

Am Ende gilt immer: Schreiben Sie Alttexte für Ihre Nutzer und nicht für Suchmaschinen, und fragen Sie sich: 
Hat der Alttext einen Mehrwert für den User? statt Wie verpacke ich möglichst viele Keywords?

Schlecht

alt="UX Design Workshop Berlin 2025 UX Strategie UX Tools UX Methoden"

Besser

alt="Teilnehmende am UX-Workshop in Berlin 2025 diskutieren am Whiteboard mit Sticky Notes"

Alttexte und SEO - Zusammenfassung

  • Suchbegriffe mit Ranking-Potenzial auf natürliche Weise im Alttext einfließen lassen. 
  • Barrierefreiheit vor Suchmaschinenoptimierung! Keywords integrieren, aber auch nicht zulasten der Barrierefreiheit.

Altexte als Fallback

Alttexte sind nicht nur für Screenreader wichtig, sondern auch ein Fallback, wenn mal die Technik versagt. Zum Beispiel im Fall einer schwachen bzw. langsamen Internetverbindung, Serverproblemen oder einem defekten Bildpfad. Wenn ein Bild nicht geladen werden kann, kann der Alttext für mehr Klarheit sorgen - für Menschen mit und ohne Einschränkungen sowie für Suchmaschinen.

Checkliste: Alttext nach Funktion des Bildes?

Nicht jedes Bild braucht einen Alttext. Entscheidend ist, welche Funktion das Bild erfüllt:

Bild   Beispiel Alttext
Informativ Foto, Infografik beschreibt die Kernaussage
Funktional Such-Icon  beschreibt die Funktion/Navigation
alt="Suche öffnen"
Dekorativ X Pfeil, Trennlinie, Hintergrundbild alt=""
Ergänzende Information + PDF-Icon neben beschriftetem Link (alt="") + aria-label

INFORMATIV

Ein informatives Bild (in Form von Fotos, Grafiken oder Illustrationen) zeigt etwas, was für den Inhalt wichtig ist.
Der Alttext sollte den Inhalt des Bildes zusammenfassen.

FUNKTIONAL

Wenn ein Bild klickbar ist – etwa ein Icon oder eine Schaltfläche – beschreibt der Alttext nicht das sichtbare Motiv, sondern die dahinterliegende Funktion.

Funktionale Bilder erfüllen eine konkrete Aufgabe.
Sie ergänzen den Text nicht nur, sondern lösen eine Aktion aus oder unterstützen die Navigation.
Der Alttext sollte daher klar benennen, welche Funktion das Element hat bzw. wohin ein Klick den User führt.

DEKORATIV

Dekorative Bilder sind rein visuell und tragen nicht zum Inhalt bei.
Da sie keine wichtigen zusätzlichen Informationen liefern, brauchen sie keinen Alttext.
Verwenden Sie alt="", damit der Screenreader das Bild überspringt und der Lesefluss nicht gestört wird.

Beispiel für dekorative Bilder:

  • ein abstrakter Hintergrund
  • ein reines Stimmungsfoto ohne Bezug zum Text
  • ein Symbol, das nichts auslöst

Doppelte Information: Wenn das Bild bereits im umliegenden Text ausführlich beschrieben wurde, kann es aus Sicht der Barrierefreiheit als dekorativ eingestuft werden. In diesem Fall kann der Alttext leerbleiben, um Wiederholungen für Screenreader zu vermeiden.
Allerdings kann das für SEO und insbesondere die Bildersuche ungünstig sein, weil Suchmaschinen das Bild ohne den inhaltlichen Kontext erfassen.

ARIA-LABEL ALS ERGÄNZUNG

Das aria-label ist ein unsichtbares HTML-Attribut, das Screenreadern eine alternative Beschreibung eines Elements liefert – unabhängig vom sichtbaren Text auf der Seite.

Aria-Label kann auf jedes interaktive HTML-Element gesetzt werden, wie Links, Buttons, Formulare, Icons.

Ein Icon kann auch ein dekoratives Element sein, z. B. ein PDF Icon, das vor dem eigentlichen Titel des Dokuments steht, der verlinkt ist und heruntergeladen werden kann. In dem Fall kann der Alttext des Icons leer gelassen werden und das aria-label beschreibt, was passiert.

Beitragsordnung

<p><img src="/images/Icon/download.svg" alt="" > <a href="/dokumente/beitragsordnung.pdf" aria-label="Beitragsordnung als PDF herunterladen">Beitragsordnung</a></p>

Alttexte nach Bildarten - Details und Beispiele

Fotos

Bilder, v.a. in Form von Fotos, erzählen Geschichten und bereichern den Inhalt/Text.

Folgendes sollte man beachten:

X Zu emotionale/subjektive Alttexte

Beschreiben, was wirklich zu sehen ist. Das klingt erstmal recht simpel, ist aber in der Praxis gar nicht so selbstverständlich. Denn oft haben wir einen subjektiven Blick auf Bilder und laden sie mit Emotionen auf.
Versuchen Sie also, möglichst objektiv und konkret zu bleiben.

Stellen Sie sich folgende Frage
Liefert der Text konkrete Informationen oder ist der Text meine persönliche Beschreibung oder Beurteilung?

Beispiel für einen unkonkreten, bewertenden Alttext:
"Ein freundliches und inspirierendes Bild, das unsere Firmenphilosophie unterstreicht."
→ Der Text beschreibt zu viele unsichtbare Dinge, also Emotionen und Meinungen.
Was "schön", „freundlich“ oder „inspirierend“ ist, ist für jeden etwas anderes. Und das hat wenig Mehrwert für einen Menschen, der das Bild nicht sehen kann.

Beispiel für einen konkreten Alttext:
„Ein vierköpfiges Team lacht und unterhält sich in einem offenen, nachhaltig gestalteten Büro mit vielen Pflanzen.“
→  Der Text beschreibt sichtbare Dinge und zeigt dennoch den Teamcharakter, lässt aber übermäßige Interpretation weg und enthält für SEO ggf. Begriffe wie „nachhaltig“, „Team“, „Büro“.

✔ Bildwirkung im Kontext

Wenn Sie das Bild gezielt eingesetzt haben, um etwas zu unterstreichen, z. B. Offenheit, Teamwork, Kundennähe, überlegen Sie, ob und wie Sie das in den Alttext überführen können. Am besten ohne Marketing-Floskeln.

✔ Namen & Eigennamen

Wenn Personen abgebildet sind, die (im Kontext) eine Rolle spielen (z. B. Teammitglieder, Vortragende).

Beispiel:

alt= „Anna Meyer spricht auf der Umweltschutz-Konferenz 2025 in Berlin.“

✔ Orte & Umgebungen

In diesem Fall lohnt sich auch der Hinweis auf die Veranstaltung (Umweltschutz-Konferenz 2025) und den Ort (Berlin).

Ortsangaben helfen beim Einordnen – besonders, wenn der Ort für den Inhalt eines Beitrags, Ihre Arbeit, Ihr Produkt oder Ihre Zielgruppe relevant ist.

✔ Handlung

Was passiert auf dem Bild? Rein statische Beschreibungen geben oft wenig Aufschluss über die Bildaussage.
Wenn hier entscheidend ist, dass Anna Meyer nicht nur anwesend war, sondern auch einen Vortrag gehalten hat, sollte diese Information erwähnt werden:

„Anna Meyer auf der Umweltschutz-Konferenz 2025 in Berlin.“ versus „Anna Meyer hält einen Vortrag auf der Umweltschutz-Konferenz 2025 in Berlin.“

Infografiken und Illustrationen

Infografiken fassen viele und meist komplexe Inhalte zusammen. Daher ist es eine kleine Herausforderung, den Alttext kurz und knapp zu formulieren.

Fragen Sie sich:

  • Welche Elemente sind für das Verständnis wichtig?
  • Gibt es eingebauten Text, der gelesen werden muss?

✔ Text/Zahlen im Bild

Hier sollte die Kernaussage der Infografik transportiert werden. Dazu gehört maßgeblich der Text bzw. das Ergebnis der Auswertung.

Auch bei Cartoons gehört der Dialog oder Text in den Alttext – sonst geht der Witz bzw. die Aussage verloren.

alt:"Wachsender Papierverbrauch pro Kopf in Deutschland: 32 kg im Jahr 1950, 157 kg im Jahr 1980 und 228 kg im Jahr 2021."


Illustrationen
sind oft symbolisch, verspielt oder kreativ überzeichnet. Genau deshalb ist hier der Sinn des Bildes wichtiger als jedes kleine Detail.

Der Alttext sollte das Wesentliche beschreiben – weniger das Künstlerische.
Aber auch hier gilt: Was ist der Kontext? Spielt womöglich gerade das Künstlerische eine relevante Rolle?

Metaphorische Szenen mit überzeichneter Symbolik sollten auf das reduziert werden, was sie zeigen und bedeuten.

Beispiel:

Hier soll gezeigt werden, wie sich Arbeit anfühlt, wenn zu viele Dinge gleichzeitig im Kopf rotieren – und der Kaffee zum Rettungsanker wird.

Die Illustration zeigt eine Geschäftsperson, die Kaffee trinkt, während ihr Kopf durch einen Strudel aus Gedanken, Symbolen und Aufgaben ersetzt ist.
Das steht sinnbildlich für mentale Überlastung, Gedankenchaos, Multitasking, Druck, Termine, Ideen, To-dos und den Versuch, alles mit einem Kaffee am Laufen zu halten.

Der Alttext könnte lauten: 
alt="Geschäftsmann mit Kaffeebecher. Anstelle des Kopfes hat er einen Strudel aus Gedanken und Aufgaben, als Sinnbild für mentalen Druck."

Icons und Logos

Icons sind unscheinbar, aber funktional oft entscheidend.
Sie können Logos zeigen, auf Aktionen hinweisen oder zu anderen Seiten navigieren.
Damit sie verständlich sind, muss der Alttext den Zweck des Icons beschreiben.

Logos

Ein Logo steht für eine Marke oder Institution. Das genaue Aussehen ist in der Regel weniger entscheidend.
Wenn das Logo gleichzeitig ein Link ist, sollte unbedingt die Navigation angegeben werden.

alt="Zur Startseite von sketch.Media."
 

Icons mit Link-Funktion

Icons, die gleichzeitig Links sind, lösen eine Aktion aus. Daher brauchen sie einen Alttext, der genau das beschreibt.
Wenn ein Icon zu einer anderen Seite oder einem externen Profil führt, sollte der Alttext sagen, wohin der Link führt.

Beispiele:

Instagram-Logo mit Verlinkung
Nicht: Instagram-Logo
✓ alt=„Zum Instagram-Profil von sketch.media.“

Eine Lupe neben dem Suchfeld
Nicht: alt=„Icon mit Lupe“
✓ alt=„suchen“ oder "Suche starten"

... Nach dem gleichen Prinzip:

✓ alt="drucken"

... Nach dem gleichen Prinzip:

✓ alt="Download"

 

Alttexte auch auf Social Media?

  

Alttexte auch auf Social Media?

  

Ja.

Digitale Barrierefreiheit endet nicht bei der eigenen Webseite. 

Ist Ihnen bei einem Post schon mal aufgefallen, dass Plattformen wie Instagram, LinkedIn und Facebook inzwischen Eingabemöglichkeiten für alternative Bildbeschreibungen anbieten? Und haben Sie diese Option schon mal genutzt?

 

Warum und wie man Alttexte in Instagram, LinkedIn und Co. einsetzt?

Soziale Netzwerke werden aktiv und regelmäßig von Menschen mit Einschränkungen (wie einer Sehbehinderung) genutzt. Und gerade da spielen Bilder eine essenzielle Rolle.

Ein guter Alttext macht Ihre Inhalte nicht nur für alle zugänglich, Sie setzen auch ein Zeichen für die Inklusion.

Alttexte Social Media - Checkliste

  • klar formulieren
  • Die wichtigsten Informationen möglichst am Anfang erwähnen
  • Möglichst unter 140 Zeichen bleiben
  • Einleitung wie "Bild von …" weglassen

Instagram - Alttext eintragen (Stand September 2025)

Erstellen (+) → Bild hochladen → Barrierefreiheit (aufklappen) → Alttext eintragen

Oder

Bearbeiten → Barrierefreiheit (aufklappen) → Alttext eintragen

LinkedIn - Altext eintragen (Stand September 2025)

 

Beitrag beginnen → Bild hochladen → Alt (aufklicken) → Alttext eintragen

 

IMG?! - Warum Sie Bilder auch richtig benennen sollten

Wenn kein Alttext vorhanden ist, lesen Screenreader oft den Dateinamen als Notlösung vor. Wenn Ihre Bilddatei "person1.jpeg" heißt, hört der User auch "Person eins Punkt jpeg", was nicht sonderlich hilfreich ist.

Hinweis: In einigen Content-Management-Systemen wie Joomla wird der Dateiname automatisch in den Alttext übernommen, wenn man ihn nicht aktiv überschreibt.

Beispiel:

ux-workshop-berlin-2025.jpg versus IMG_6381.jpg

Wenn jemand nach „UX Workshop Berlin“ sucht, hat ux-workshop-berlin-2025.jpg bessere Chancen, in der Bildersuche aufzutauchen, und ist bei weitem informativer als ein nichtssagendes IMG_6381.

Es gehört generell zum Best Practice, Bilder sinnvoll zu benennen:
„Bild1.jpg“, „Bild_neu_final_final2.jpg“ oder "IMG_20230914_123456.jpg" sind absolut nichtssagend und kryptisch.
Wenn man seine Webseite (v. a. im Team) pflegt, verschwendet man eine Menge Zeit bei der Bildersuche.

Guter Bild-Dateinamen - Checkliste:

  • So lang wie nötig, aber so kurz wie möglich.
  • Keine Leerzeichen, sondern Unterstrich oder Bindestrich
  • Kleinbuchstaben
  • Relevante Begriffe einbauen, wenn möglich
  • Keine Umlaute oder Sonderzeichen

Beispiel gut:
teamwork-workshop-2025.jpg

Beispiel schlecht:
meinBild#neu final V3_! (1).jpg

Kann KI Alttexte schreiben?

KI kann Bilder beschreiben, aber das reicht meist nicht für eine barrierefreie Webseite aus.

Selbst fortschrittliche Bild-KI-Modelle können wichtige Details im Kontext übersehen oder schlichtweg falsch /kontextunabhängig interpretieren.

Beispiel:

Auf dem Bild ist ein „Konferenzraum“ zu sehen, der von der KI als „Wohnzimmer“ interpretiert wird, weil u. a. eine Couch für Kunden zu sehen ist.
Screenreader-Nutzer wundern sich, was ein Wohnzimmer mit Ihrer Werbeagentur zu tun hat ...

Warum Menschen Alttexte schreiben sollten?

Der Kontext ist entscheidend.

KI kann nicht erkennen oder entscheiden, in welchem Zusammenhang Sie ein Bild verwenden und was Sie mit dem Bild ausdrücken wollen.

alt= "Eine Frau und ein Mann schütteln sich am Schreibtisch die Hände."

Aber worum geht es?

Möglicher Kontext:  Sie haben ein Unternehmen und bieten UX-Design an. Ein Partner-Unternehmen kümmert sich um Webentwicklung. Sie wollen die gelungene Kommunikation im Team betonen.

alt="UX-Designerin und Entwickler begrüßen sich per Handschlag in unserem offenen Web-Büro in Berlin."

Neben einer konkreten Beschreibung, was zu sehen ist (Personen, Handlung, Setting) und dem Bezug zum Kontext (eine professionelle, konstruktive Arbeitsbeziehung), binden Sie auch geschickt SEO-relevante Begriffe mit ein, wie UX-Designerin, Entwickler, den Ort (für lokales SEO).

KI-erzeugte Beschreibungen können als Notlösung eingesetzt werden. Wer die gesetzlichen Vorgaben und WCAG-Richtlinien ernst nimmt, sollte besser selbst entscheiden, was für seine Nutzer relevant ist und Mehrwert hat.

KI kann helfen, aber nicht ersetzen.

Es gibt inzwischen kostenlose AI-Alttext-Generatoren (neben kostenpflichtigen Optionen), die man bei der Erstellung von Alttexten zur Hilfe nehmen kann.

Dort laden Sie Ihr Bild hoch und erhalten Vorschläge für einen Alttext. Sie können zwischen verschiedenen Sprachen wählen und optional den Kontext eintragen. ahrefs bietet sogar die Auswahl eines Schreibstils an (wie förmlich oder locker) an.

Am Ende zählt der Mensch bzw. Ihr Urteilsvermögen. Ob oder welchen Vorschlag Sie verwenden und inwieweit Sie ihn selbst anpassen, können nur Sie entscheiden.

 

Quellen: