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Ein Panoramabild besteht aus mehreren Bildern, die zu einem „großen Bild“ zusammengesetzt werden. Es ist wichtig, dass alle Bilder mit den gleichen Kameraeinstellungen aufgenommen werden, da es ansonsten zu einer Abweichung der Farben und Helligkeit kommen kann.

Es muss folglich unbedingt im manuellen Modus ("M") fotografiert werden. Im Automatikmodus nimmt die Kamera selbst die Einstellungen für jedes Bild vor. Dies führt zwangsweise zu den beschriebenen Abweichungen zwischen den Bildern. Zum Aufnehmen der Bilder empfehle ich das Hochformat anstatt des üblichen Querformats. Die Länge des Panoramas wird durch die Anzahl der Einzelbilder festgelegt. Zum Aufnehmen der Bilder ist die Verwendung eines 3-Wege-Neiger Stativs empfehlenswert. Bei Panoramen, die nur aus wenigen Bildern bestehen, ist ein Stativ nicht zwingend erforderlich. Wichtig ist, dass sich die aufgenommenen Einzelbilder überlappen. Außerdem sollte nach Möglichkeit von links nach rechts fotografiert werden.

panorama einzelbilderBeispielbild Panorama: Einzelaufnahmen. Alle Bilder haben die Einstellungen f/5,6 | 1/160 Sek. | ISO 100 | 18mm

Zusammensetzung eines Panoramabildes

Um ein Panoramabild zusammenzusetzen wird ein Programm benötigt, das diese Funktion unterstützt. Es gibt zahlreiche kostenlose Programme (Freeware) für diesen Zweck. Ich habe viele Programme ausprobiert und muss sagen, dass ich besonders zwei Programme für sehr gut halte. Zum einen die Freeware Microsoft Image Composite Editor, kurz Microsoft ICE. Diese ist besonders für das Erstellen von Gigapixeln sehr geeignet und relativ schnell in der Berechnung. Zu diesem Thema aber später mehr. Zum Anderen finde ich das Programm Photoshop Elements sehr gelungen was das Erstellen von Panoramas angeht. Photoshop Elements ist die "abgespeckte" Version von Photoshop, reicht aber meiner Meinung nach vollkommen aus für den "Durchschnittsanwender". Photoshop Elements kostet in der aktuellen Version ca. 70€.

Ein Panoramabild erstellen mit Photoshop Elements

Im Folgenden erkläre ich kurz wie ein Panorama mithilfe des Programms „Photoshop Elements 11“ erstellt wird.

  1. Alle Bilder müssen im Programm Photoshop Elements geöffnet werden. Es sollten keine anderen Bilder geöffnet sein, nur die Quellbilder für das Panorama.
  2. Im Menü auf "Überarbeiten" - "Photomerge" - "Photomerge-Panorama" klicken
  3. Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier auf "geöffnete Dateien hinzufügen" klicken In diesem Fenster gibt es noch diverse Einstellmöglichkeiten für das "Layout" des Panoramas. Die Standardeinstellung "Automatisch" kann fast immer beibehalten werden
  4. Dann auf "OK" klicken. Das Programm beginnt jetzt mit der Berechnung des Panoramas. Die kann, je nach Anzahl der verwendeten Bilder, auch etwas länger dauern. Wenn die Berechnung abgeschlossen ist erhält man ein "Rohbild" das in etwa so aussieht:


    panorama zusammensetzung

  5. Jetzt kann man im Bedarfsfall das Bild noch gerade drehen (Menü - "Bild" - "Drehen" - "Ebene frei drehen"). Es ist dabei wichtig, dass alle Ebenen aus denen das Bild besteht, markiert sind.
  6. Um ein sauberes Panorama zu erhalten, muss man das Bild noch zuschneiden. (Menü - "Bild" - "Freistellen") Wenn man auf "Freistellen" geklickt hat, erscheint eine Auswahl, die über das Bild gelegt ist. Diese Auswahl kann man beliebig verschieben und in Größe und Form ändern, bis der ausgewählte Bereich für das fertige Panoramabild passend ist. Wenn diese Auswahl zufriedenstellend ist, mit "Enter" bestätigen oder auf den grünen Haken rechts unten klicken.
  7. Jetzt noch das Bild speichern. Fertig.

Das fertige Panoramabild könnte dann in etwa so aussehen:

panorama fertig

Gigapixel-Bilder

Ein Gigapixel hat (ungefähr) 1000 Megapixel. Gigapixelbilder sind im Grunde „große Panoramabilder“. Der Unterschied zu „normalen“ Panoramabildern liegt hauptsächlich darin dass ein Gigapixelbild aus wesentlich mehr Einzelaufnahmen besteht.

Auch bei Gigapixelbildern gelten die Grundregeln eines Panoramabildes. Die „Quellbilder“ müssen sich also überlappen und mit den selben Einstellungen aufgenommen werden.

Die Einzelbilder für Gigapixelbilder werden üblicherweise mit möglichst hoher Brennweite aufgenommen. Ideal ist ein Telezoom Objektiv. Die Verwendung eines Stativs ist zwingend notwendig. Ich würde ein Stativ mit 3-Wege-Neiger Kopf empfehlen. Gigapixelbilder bestehen im Regelfall aus mehreren aufgenommenen Bildreihen. Jede Bildreihe sollte von links nach rechts und von oben nach unten fotografiert werden. Insgesamt sollte also von links oben nach rechts unten fotografiert werden. Diese Aufnahmereihenfolge unterstützt die Software beim Berechnen des Gigapixelbildes. Ein Gigapixelbild kann aus mehreren Hundert Einzelaufnahmen bestehen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass alle Aufnahmen relativ schnell aufeinanderfolgend aufgenommen werden. Braucht man zu lange um alle Bilder aufzunehmen kann sich das Umgebungslicht ändern (Wolken können aufziehen, usw.).

gigapixel raster

Berechnung eis Gigapixelbildes

Das für das Berechnen eines Gigapixelbildes werden viele Ressourcen des Computers beansprucht. Zum einen benötigt man viel Speicherplatz für die temporär berechneten Dateien. Um den Prozessor nicht noch zusätzlich zu belasten, sollte man während der Berechnung auch darauf verzichten andere Programme zu verwenden. Das Berechnenverschlingt je nach Software sehr viel Zeit.

Zum Erstellen von Gigapixelbildern gibt es eine große Auswahl an Programmen. Die meisten davon sind jedoch kostenpflichtig. Ich finde die Software "Microsoft Image Composer" (Microsoft ICE) sehr gut. Neben einer (relativ) schnellen Berechnung des Bildes bietet diese Software den Vorteil, dass es sich um Freeware handelt. Außerdem ist die Software mit der Plattform "Photosynth" verknüpft. Photosynth ist ein kostenloser Web-Dienst auf dem sich Panoramas und Gigapixelbilder durch eine perspektivische Ansicht sehr ansprechend präsentieren lassen. Besonders das Hineinzoomen in Gigapixelbilder ist hier sehr beeindruckend.


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