Google PageSpeed Insights liefert nur eine Punktzahl, nicht die echte Ladezeit deiner Website – und liegt oft daneben. In einem Test lud eine Seite mit PageSpeed-Score 79 ganze 39 Sekunden, eine schlechter bewertete (57) dagegen in 2,4 Sekunden. Miss deshalb mit spezialisierten Tools wie Pingdom die tatsächliche Ladezeit und nutze PageSpeed nur als ergänzenden Hinweisgeber für Bildgrößen, Gzip und Cache.
- Google PageSpeed misst eine Punktzahl, nicht die tatsächliche Ladezeit deiner Website.
- Eine gute PageSpeed-Note heißt nicht automatisch schnelle Seite – im Test lud eine schlechter bewertete Seite über 16× schneller.
- Miss die echte Ladezeit mit spezialisierten Tools wie Pingdom.
- Nutze PageSpeed als Hinweisgeber für reale Problemzonen (Bildgrößen, Gzip, Cache), nicht als absolute Wahrheit.
Deine Website sollte möglichst schnell laden – so weit die Theorie. Aber wie misst du die Geschwindigkeit eigentlich richtig? Wir zeigen dir, warum Google PageSpeed Insights allein trügt und welche Tools dir ein ehrliches Bild liefern.
Google PageSpeed Insights ist nicht alles!
In vielen Artikeln zu diesem Thema wirst du auf Google PageSpeed Insights verwiesen, um ein Ergebnis für deine Website zu erhalten. Google PageSpeed liefert informative Ergebnisse, ist aber kein Allheilmittel – und kann auch danebenliegen!
Google PageSpeed misst nicht die Ladezeit deiner Website
Vergleich es mit der Schulzeit: Bist du schlau, wenn du die Note 1 bekommst? Nicht zwingend. Es heißt nur, dass du gut vorbereitet warst und in einem Test gut abgeschnitten hast. Viele intelligente Menschen schneiden in Tests manchmal nicht gut ab.
Genau wie Schulnoten kein Indikator für Intelligenz sind, ist Google PageSpeed kein guter Indikator für die tatsächliche Geschwindigkeit einer Website.
Beispiele für unterschiedliche Messergebnisse
Zwei Tests machen den Unterschied greifbar:
Bei diesen Tests stellst du Folgendes fest:
| Test | PageSpeed-Rating | Tatsächliche Ladezeit |
|---|---|---|
| #1 · heise.de | 57 (roter Bereich) | 2,44 Sekunden |
| #2 · apkmirror.com | 79 (oranger Bereich) | 39,61 Sekunden |
Das schlechter bewertete heise.de lädt also in Wirklichkeit deutlich schneller als apkmirror.com mit der besseren PageSpeed-Note. Die Punktzahl allein sagt wenig über die echte Wartezeit deiner Besucher aus.
Eine perfekte PageSpeed-Note ist Zeitverschwendung
(Fast) keine Website hat eine perfekte Note. Sie ist praktisch unmöglich zu erreichen, sobald du gewisse Funktionalitäten brauchst. Wenn es keinen direkten Zusammenhang mit der Ladegeschwindigkeit gibt – solltest du Google PageSpeed dann überhaupt noch Beachtung schenken?
Du kannst nicht alle markierten Fehler von PageSpeed abarbeiten, weil die aufgezählten Mängel oft nicht realitätsbezogen sind. Ein gutes Beispiel ist die Einbindung von Google Analytics: ein Google-Service, der jedes Mal wegen Browser-Caching bemängelt wird. Da er über eine externe Domain eingebunden wird, kannst du als Seitenbetreiber gar keine Caching-Regeln dafür festlegen – das müsste direkt auf den Google-Servern passieren.
Ist Google PageSpeed überhaupt sinnvoll?
Google PageSpeed ist hilfreich, solange du es nicht als absolute Lösung für alle Probleme siehst.
Manchmal macht PageSpeed dich auf Problemzonen deiner Website aufmerksam. Es ist ein schneller Check, der auch auf realistische Probleme hinweist. Du wirst zum Beispiel gewarnt, wenn du übersehen hast, ein Bild zu komprimieren, oder es viel zu groß eingebaut wurde. Bei den Hinweisen erscheint die tatsächliche Bildgröße in der Website (z. B. 1,5 MB für ein Thumbnail, das übersehen wurde) und wie viel Reduzierung möglich ist.
Außerdem sind Hinweise auf essentielle Einstellungen für den Live-Betrieb wichtig: Wurde die Gzip-Kompression aktiviert? Ist der Cache an?